Legba ist eine wichtige Figur in der afroamerikanischen Mythologie. Er gilt als Mittler zwischen der sichtbaren physischen Welt des Menschen und der unsichtbaren geistigen der Loas (Spirits). Man trifft ihn oft an einer Kreuzung, und er ist derjenige, der den Eintritt in die Welt der Spirits erlaubt oder auch verweigert.
In einer Voodoozeremonie ist er immer der erste und der letzte, der angerufen wird, weil er derjenige ist, der die Pforte zwischen den Welten öffnet und schließt. In dieser Funktion wird er oft mit dem Hlg. Petrus assoziiert, der im Katholizismus eine vergleichbare Position inne hat.
Legba, in anderen Religionen auch Eleggua, Elegba, Eshú oder Exú genannt, spricht alle menschliche Sprachen. Seiner Gewitztheit und seiner Fähigkeit zur Täuschung verdankt er den Ruf, ein Gauner zu sein, ein Trickster. Darin ähnelt er der literarischen Figur des Mephisto.
Wenn man ihn trifft und ihn um einen Gefallen bitten möchte, sollte man wissen, welche Gaben er bevorzugt: Bonbons, Tabak und Rum stimmen ihn milde. Hin und wieder verlangt er aber, wie im Falle des legendären Bluessängers Robert Johnson, gleich die ganze Seele im Tausch für Talent und schnellen Ruhm.
Und dies ist sein Symbol:
